„Tausche TV-Trainer-Ticket gegen Training“ 2.0: Alle Infos

Der TV-Hundeflüsterer Cesar Millan, der am 8. März 2017 in der Wiener Stadthalle zu sehen ist, stößt auch bei seinem zweiten Auftritt auf großen Widerstand in Österreich. TierschützerInnen und qualifizierte HundetrainerInnen setzen mit der Initiative „Tausche TV-Trainer-Ticket gegen Training“ erneut ein Zeichen gegen den Wien-Besuch des umstrittenen TV-Show-Stars. 

Wer am 7. März in Graz oder am 8. März in Wien die „Once Upon a Dog Tour 2017“ besucht, tut gut daran, seine Eintrittskarte aufzuheben. Gemeinsam mit einem Gutschein der Aktion „Tausche TV-Trainer-Ticket gegen Training“ kann sie für die nächsten sechs Monate bei einer teilnehmenden Hundeschule in Österreich, Deutschland oder der Schweiz für ein Gratis-Training eingelöst werden. Rund 140 kompetente TrainerInnen, 40 davon aus Österreich, bieten im Rahmen der Tauschaktion eine kostenlose Trainingsstunde an. So sollen HundehalterInnen etwaige offene Fragen klären und sich selbst ein Bild von modernem Hundetraining machen können. Die Liste der teilnehmenden TrainerInnen erweitert sich laufend – denn wir sind nicht gegen etwas sondern dafür, allen interessierten Menschen moderne Trainingsmethodik näher zu bringen.

Tausche TV-Trainer-Ticket gegen Training – Eine Einladung

Mit unserem Angebot soll dem Hunde-interessierten Publikum die Gelegenheit geboten werden, einen Vergleich zwischen TV-Schnelllösungen und realem, tierschutzkonformen Verhaltenstraining zu ziehen. Deshalb werden in Wien und Graz auch heuer wieder Gutscheine in Flugzettelform vor den Events erhältlich sein. Wer vor Ort keinen Gutschein erhält, aber seine Eintrittskarte aufbewahrt, ist eingeladen unseren Online-Gutschein zu verwenden: Klick.

Wollt ihr gleich einen Termin buchen? Eine Liste der teilnehmenden Hundeschulen findet ihr hier: Klick.

Informieren statt Diffamieren

"Tausche TV-Trainer-Ticket gegen Training" Meme zur Blogparade

Ein Meme zur Blogparade

Anstatt HundehalterInnen mit Anfeindungen zu belehren, möchten wir den Dialog suchen und die Gelegenheit bieten, sich im eigenen Tempo mit einer anderen Trainingsphilosophie vertraut zu machen. Darum gibt es heuer auch erstmals eine eigene Blogparade zur Tauschaktion. Den Eingangspost von Grinsehundes Margot Wallner, die mich heuer tatkräftig unterstützt, könnt ihr hier nachlesen. In den kommenden zwei Wochen dürft ihr euch auf zahlreiche weitere Blogartikel von qualifizierten HundetrainerInnen aus dem deutschsprachigen Raum freuen, in denen ihr Trainingstipps und andere spannende Infos nachlesen könnt. Diesen meinen ersten Beitrag zur „Tausche TV-Trainer-Ticket gegen Training“-Blogparade möchte ich nutzen, um euch nicht nur die Tauschaktion und ihre Hintergründe näherzubringen, sondern auch ein paar weiterführende Links zu liefern.

Infos für Interessierte

Dachträger der“Tausche TV-Trainer-Ticket gegen Training“-Tauschaktion ist die Schweizer Initiative für gewaltfreies Hundetraining, die von über 300 ExpertInnen unterstützt wird. Bereits 2014 erregte die Tauschaktion auch mediale Aufmerksamkeit, wie ihr unter anderem hier nachlesen könnt.

Auch ich habe meinen eigenen Hund Digga nicht von Anfang an nur „positiv“ trainiert – es war ein langer Weg der Selbstreflexion, bis ich zu der Trainerin wurde, die ich heute bin. Deshalb ist mir besonders wichtig, dass Menschen, die bereit sind, modernen Methoden eine Chance zu geben, nicht für vergangene Fehler angefeindet, sondern willkommen geheißen werden. Denn letztendlich teilen wir alle eine große Liebe: jene zu unseren Hunden. Deshalb möchte ich offenen Menschen gerne einen meiner persönlichsten Blogartikel nahelegen: Einen Hund zu lieben.

Wer danach Lust hat, sich weiter mit der Materie vertraut zu machen, findet dann hier eine kleine Ressourcensammlung, die den Anfang erleichtern sollte: Aller Anfang ist schwer… oder doch nicht?
Keine Sorge, die Tipps, die ihr über die dortigen Links bekommt, sind allesamt Dinge, die ihr nachmachen könnt, ohne dass es einen Warnhinweis braucht.

Als abschließenden Gedanken möchte ich euch folgendes da lassen: Im modernen Training geht es nicht darum, dem Hund die Weltherrschaft zu überlassen, sondern vielmehr einen nachhaltigen Führungsstil zu erlernen. Wir führen durchaus – aber halt nicht so wie im Fernsehen.