Winter: Saubere Hundepfoten leicht gemacht

Dass Hundepfoten im Winter schlimm beansprucht werden, ist Allgemeinwissen für HundehalterInnen. Unlängst erfuhr ich jedoch, wie die Reinigung besonders leicht fällt und auch richtig rasch geht – dieses Geheimnis will ich meinen LeserInnenn natürlich nicht vorenthalten.

Salz, Schnee, Eis, Streumaterial, Matsch und jede Menge verflüssigter Stadtdreck – Hundepfoten bleibt im Winter kaum etwas erspart. Besonders die verschiedensten Chemikalien und das Salz wollen nach jedem Gassigehen und Auslauf gut entfernt werden, um Rissen und anderen Verletzungen der Ballen vorzubeugen. Es gibt verschiedenste Produkte zur Reinigung von Hundepfoten am Markt. Etliche habe ich selbst schon ausprobiert, bin aber letztendlich aber doch jeden Winter zum Waschlappen mit warmem Wasser und Hirschseife zurückgekehrt. Dieses Jahr hat mir eine liebe Kollegin jedoch folgenden Geheimtipp verraten: Babytücher.

Sie sind verhältnismäßig günstig, besonders wenn man den geringen Aufwand betrachtet: sie reinigen toll und können einfach entsorgt werden. Da die meisten Babytücher im Gegensatz zu anderen Feuchttüchern auch ein bisschen nachfetten, muss man die Hundepfoten weniger oft eincremen.

Ich hab’s probiert und bisher sind alle hier absolut begeistert von unserer neuen Reinigungstechnik.

Unser Winter-Pfoten-Komplettprogramm für zwei kurzhaarige Hunde besteht inzwischen ausschließlich aus Hirschtalg und Babytüchern. Vor dem Rausgehen werden die Pfoten mit dem altbewährten Hausmittel eingeschmiert – durch die Fettschicht werden die Ballen vom Schnee nicht so aufgeweicht, so dass Streumittel nicht so leicht in etwaige Risse etc. eindringen können. Sobald wir zu Hause sind, werden die Pfoten mit Babytüchern gereinigt, auch das vermeidet weiteres Aufweichen und Austrocknen.

Falls eure Hunde draußen mal wegen gestreutem Salz ein Pfötchen heben und sich mit dem Gehen schwer tun, rentiert es sich übrigens, die Pfoten einfach mal mit den Handschuhen abzuwischen und den Hund anschließend durch etwas tieferen Schnee laufen zu lassen. In Gegenden, wo besonders viel gestreut wird, sollten HundehalterInnen durchaus erwägen, die Pfoten ihres Lieblings mit Hundeschuhen vor Splitt und anderen Streumitteln zu schützen.

Was habt ihr für Geheimmittel, um Hundepfoten im Winter zu versorgen?

Nachtrag Winter 2016: 

Dr. Julia Zedinger, Tierärztin unseres Vertrauens und eine der beiden großartigen Hälften der Elterleinvets, hat noch folgende ergänzende Empfehlungen: “Bei besonders empfindlichen Hunden empfehle ich nach dem Spazierengehen noch eine handelsübliche Pfotenpflege mit Bienenwachs oder Hirschtalg auf die Pfoten zu gehen, und um unappetitliche Tapser in der Wohnung zu vermeiden, Socken drüber und ein Kaustangerl zum Hund beschäftigen….bei Hirschtalg 10 min, bei Bienenwachsprodukten reichen 5min. Mittlerweile habe ich in meinem Hundespaziergehtascherl einen Waschlappen mit, denn wenn ich 12 Pfoten mit meinem Handschuh immer wieder von Schneeballen oder Eis reinigen muss und dann noch 1h spazieren gehen will, frieren meine Hände ab! Der 2. Waschlappen kommt vor dem ins Autospringen zum Einsatz.”